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Stand 2026-01-12. Zahlen und Beschreibungen folgen der Fachliteratur und nicht dem Marketingmaterial.
== Trivia == Beim Einsatz der Petljakow Pe-8 kam es zu einigen kuriosen Zwischenfällen, die auch in den Erzählungen von Pe-8-Veteranen immer wieder Erwähnung fanden und die Leistung des Personals, das mit dem Betrieb der Pe-8 betraut war, besonders deutlich veranschaulichen.
Quellen: de.wikipedia.org
Beim ersten Einsatz der TB-7, dem Angriff auf Berlin in der Nacht zum 11. August 1941, verlor Major M. M. Ugrjumow mit seiner 42055 nach dem erfolgreichen Abwurf der Bomben auf dem Rückflug die Feinorientierung und landete auf einer Graspiste bei Borseni, 50 km nordöstlich von Torschok in der Nähe von Kalinin. Da vorher bereits mehrmals einzelne Motoren ausgefallen waren und das erneute Anlassen in der Luft stets viel Kraftstoff kostete, waren die Tanks des Bombers bei der Landung vollkommen leer. Doch ein glücklicher Zufall spielte der Besatzung in die Hände. In der Nähe befand sich eine verlassene Kolchose, auf der sich auch ein Tanklager mit Dieselkraftstoff für Traktoren befand. Also rollten die Männer das große Flugzeug an das Lager heran, um die Tanks mit dem Diesel zu füllen. Da außer einem gewöhnlichen Eimer aber kein Gefäß zum Abfüllen des Kraftstoffs zu finden war, dauerte das Auftanken fast zwei ganze Tage. Danach startete Ugrjumow die TB-7 auf der Graspiste, und am 12. August landete sie um 16:30 Uhr auf ihrem Heimatflugplatz Puschkin, wo schon keiner mehr an die Rückkehr der Besatzung geglaubt hatte. In der Nacht zum 7. November 1941 bombardierte die TB-7 mit der Bordnummer „Blaue 4“ des 432. DBAP (die Werknummer des Flugzeugs ist nicht genau bekannt) das Elektrizitätswerk in Danzig. Auf dem Rückflug glaubte die Besatzung unter der Führung von E. K. Puusepp sich bereits kurz vor Kowrow bei ihrem Heimatflugplatz zu befinden, flog aber genau über der Frontlinie, als sie in 500 m Höhe aus den Wolken kam und in deutsches Flakfeuer geriet.
Quellen: de.wikipedia.org
Das vierte Triebwerk des Bombers fing daraufhin augenblicklich Feuer. Nachdem die Versuche, den Brand an Bord zu löschen, scheiterten, sprang die Besatzung ab und sammelte sich in einem Dorf, das vier Kilometer von Kaschin an der Wolga entfernt war. Nur der Heckschütze fehlte. Die Besatzung kehrte nach Wsegoditschi zum Flugplatz des 432. Regiments zurück und kümmerte sich nicht weiter um das Schicksal ihrer Maschine. Drei Wochen später traf in der Einheit dann aber die Anfrage ein, ob nicht ein viermotoriges Flugzeug vermisst würde. Tatsächlich lag die TB-7 mit der Bordnummer „Blaue 4“ östlich von Kaschin nur leicht beschädigt in einer sumpfigen Gegend. Folgendes war vorgefallen: Puusepp stellte die Triebwerke des Flugzeugs ab und regelte den Autopiloten der TB-7 auf Sinkflug ein, bevor er das Flugzeug verließ. Seltsamerweise löschte sich der Brand am vierten Triebwerk danach aber von selbst und die Maschine legte führerlos noch mehrere Kilometer zurück, bevor sie in dem Sumpfgebiet ohne größere Beschädigungen bruchlandete. Der Heckschütze hatte unterdessen den Befehl zum Absprung nicht gehört, verließ die Maschine also erst, als er die restlichen Sektionen des Bombers völlig leer auffand. Der Absprung war jedoch gerade für den Schützen keine gute Entscheidung, da er ein strafversetzter Kommandant war, der die TB-7 theoretisch auch alleine bis zu einem Ausweichflugplatz hätte fliegen können. Jedenfalls machte sich eine technische Brigade des 432. DBAP unter Führung des Bordtechnikers S. N. Dimitrijew zum Unfallort auf und reparierte die havarierte TB-7.
Quellen: de.wikipedia.org
Kurze Zeit später landete der viermotorige Fernbomber in Wsegoditschi und konnte wieder in die Einsatzstatistik übernommen werden. Nach einem nächtlichen Einsatz flog Major N. N. Iljuchin mit der Pe-8 mit der Werknummer 42087 vom 890. DBAP am Morgen des 6. Juli 1942 die Landebahn in Kratowo an. Nachdem der schwere Bomber aufgesetzt hatte, bremste er nach einigen hundert Metern aber plötzlich stark und überschlug sich auf der Landebahn, weil Kommandant Iljuchin die Betonbahn mit dem dahinter liegenden Fluss Moskwa verwechselt hatte. Alle Besatzungsmitglieder überlebten unverletzt, die Pe-8 war allerdings völlig zerstört. Das gesamte Vorderteil des Bombers lag zersplittert auf der Landebahn verteilt und auch der Rest der Maschine war extrem in Mitleidenschaft gezogen worden. Bis zum Abend des 6. Juli zog der technische Dienst der 45. AD das Wrack der Pe-8 dann aber in die Werkstatt der Division und begann mit der eigentlich völlig aussichtslosen Reparatur. Aus dem Herstellerwerk in Kasan schickte man lediglich ein komplettes Bugteil „F-1“, der gesamte Rest musste vor Ort komplettiert und aus Ersatzteilen zusammengebaut werden. Trotz dieser komplizierten Umstände wurde die Reparatur bewältigt und das Flugzeug konnte wieder in die Einsatzstatistik des 890. DBAP übernommen werden. Die 42087 flog nach dieser Havarie noch ganze 86 Kampfeinsätze, bevor sie am 13. März 1943 in einer weiteren Havarie komplett zerstört wurde.
Quellen: de.wikipedia.org
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